Erfahrungsberichte Tai Chi Chuan
Was ist nicht schon alles über die Kampfkunst geschrieben worden.
Nun ist es immer eine ganz individuelle, persönliche Erfahrung. Deshalb möchte ich hier meinen Schülern/innen die Möglichkeit geben zu berichten, was Tai Chi Chuan für sie persönlich bedeutet.
Viel Spaß beim Lesen!
Rainer Schmäring
♀, 76 Jahre
Zum Tai-Chi bin ich, 76 Jahre alt, vor gut einem Jahr gekommen auf der Suche nach einer altersgemäßen Möglichkeit, meine körperliche Koordination zu verbessern.
Gefunden habe ich eine Atmosphäre der Ruhe und Gelassenheit. Die Herausforderung, mich dem Erlernen einer Folge aus ungewohnten, nicht direkt schwierigen Bewegungen zu stellen, nehme ich bei jedem Übungstermin neu an.
Gefordert und gefördert wird dadurch auch meine Konzentrationsfähigkeit.
Über meine Körperbeherrschung denke ich nicht mehr nach.
Ich habe Denkanstöße bekommen.
Auch die Begegnung mit Menschen anderer Altersklassen ist für mich eine Bereicherung.
Wenn ich es einmal nicht schaffe, den wöchentlichen Termin wahrzunehmen, fehlt mir etwas.
♀, 61 Jahre
Eigentlich wollte ich nur kennen lernen, was sich hinter Tai Chi verbirgt. Jetzt bin ich schon über ein Jahr dabei und es tut mir zunehmend gut. Ich genieße die Zeit beim Training, einerseits um mich auf mich selbst zu besinnen, andererseits um, durch sanfte Bewegungen aktiv zu sein. Mir gefällt besonders, dass keine große Leistung
erbracht werden muss. Es macht Spaß, dass man durch Koordination von Bewegungen, Geist und Körper gleichsam fit halten kann.
♀, 77 Jahre
Seit 1,5 Jahren bin ich Mittwoch morgens im Dojo Tai Chi Kurs bei Rainer Schmäring. Ich habe dort das gefunden, was ich gesucht habe: Einen Weg zum inneren uns äußeren Gleichgewicht. Allerdings bin ich noch lange nicht am Ende des Weges und hoffe daher, dass ich trotz meines Alters von 77 Jahren noch lange diesen gehen werden kann.
♀, 53 Jahre "Mit 53 Jahren waren die drei "K’s" (Kinder, Kirche, Küche) nicht ganz abgeschlossen. Eine Neuorientierung tat aber dringend Not. T’ai Chi? - Warum nicht? - Die Ernüchterung folgte auf den Fuß. Weder meine Atmung noch wie ich ging, von meiner Haltung ganz zu schweigen, stimmten. Wie hatte ich es bloß geschafft 53 Jahre alt zu werden. Heute, mit 59 Jahren, mache ich immer noch T’ai Chi. Spektakuläres ist nicht passiert. - Aber alles hat sich verändert. - Verblüffend, was in mir steckt und mir zur Seite steht. Ich stehe mir zur Verfügung. Das fühlt sich prima an."
♀, 27 Jahre "Was T’ai Chi gerade für mich bedeutet? In Worten nicht viel: Zu mir selbst zu finden. Ich lerne endlich, mich allein auf mich zu konzentrieren und bin auf dem Weg, mich mehr und mehr von der Meinung, dem Lob, dem Wohlwollen anderer frei zu machen. Mit sehr viel Zeit, Ruhe und Entspannung."
♂, 53 Jahre Wenn ich früher Fernsehberichte über Asien (insbesondere China) gesehen habe, in denen zumeist ältere Menschen bei T'ai Chi-Übungen gezeigt wurden, war ich immer fasziniert von der inneren Ruhe und Gelassenheit, die diese Menschen ausstrahlten.
Seit fast viereinhalb Jahren versuche ich nun dieser Kampfkunst näher zu kommen. Dabei mußte ich feststellen, dass das, was in der Ausführung so einfach aussieht, oftmals nur sehr schwer zu erlernen ist.
Dennoch hat dieser Sport für mich bis heute nichts von seiner Faszination verloren. Außerdem denke ich, daß sich meine Konstitution in dieser Zeit verbessert hat und ich die Herausforderungen des Alltags mit mehr Geduld angehe.
♀, 47 Jahre
T’ai Chi ist für mich der Weg
a) zur inneren Ruhe, Gelassenheit und Streßbewältigung b) zur besseren körperlichen Fitness durch konzentrierte, harmonische, fliessende Bewegungen bei bewußter Atmung.